Diakonie: Katastrophenvorsorge rettet Leben

Dienstag, 10. Oktober 2017
Um die landwirtschaftliche Produktion wieder aufzubauen wurden Saatgut und Werkzeuge an betroffene Familien verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT
Um die landwirtschaftliche Produktion wieder aufzubauen wurden Saatgut und Werkzeuge an betroffene Familien verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT
Haiti im Fokus am internationalen Tag der Katastrophenvorsorge (13.10.)
Um die landwirtschaftliche Produktion wieder aufzubauen wurden Saatgut und Werkzeuge an betroffene Familien verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT
Um die landwirtschaftliche Produktion wieder aufzubauen wurden Saatgut und Werkzeuge an betroffene Familien verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT

Laut Weltrisikoindex der Vereinten Nationen zählt Haiti zu den Ländern mit dem höchsten Risiko für Naturkatastrophen. Der Index zeigt einerseits, wie stark ein Land durch Naturereignisse gefährdet ist, und andererseits, wie gut es eine extreme Lage bewältigen kann. Zudem gilt Haiti als das Ärmste Land Lateinamerikas: zwei vo­­n fünf HaitianerInnen leiden unter Hunger.

Armut erhöht Gefahr von Naturkatastrophen

„Armut macht die Menschen in Haiti besonders anfällig für Naturkatastrophen, die auch der Klimawandel ihnen beschert“, sagt Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Den Menschen fehlen die Mittel, sich von den immer häufigeren und schwereren Katastrophen zu erholen. Gerade hier ist es wichtig, auch in Projekte zur Katastrophenvorsorge zu investieren."

Ein Jahr nach dem Hurrikan Matthew, der Haiti schwer getroffen hat, leidet das Land noch immer unter den Folgen. Der Wiederaufbau und die Erneuerung der Landwirtschaft sind noch längst nicht abgeschlossen. Auch 2017 sind Wirbelstürme wie zuletzt Hurrikan Irma oder Maria durch die Karibik gezogen und haben schwere Schäden verursacht.

Diakonie: Katastrophenvorsorge in Haiti seit 2010

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit vielen Jahren in der Katastrophenvorsorge in Haiti aktiv und hat mit ihren Partnern beispielsweise kommunale Frühwarnsysteme eingerichtet, Notunterkünfte gebaut und Warenlager eingerichtet. Diese Prävention rettet Menschenleben.

„Unsere Investitionen in Frühwarnsysteme und den Katastrophenschutz haben sich schon in der diesjährigen Hurrikan-Saison bewährt und werden in Zukunft hoffentlich noch vielen Menschen das Leben retten. Gerade hier wären noch mehr Mittel notwendig, denn: Ein jeder Euro der in die Katastrophenvorsorge gesteckt wird rettet Leben und ist auf längere Sicht ein Vielfaches wert“, so Lassmann.

Erdbebensichere Häuser seit 2010

Bereits nach dem Erdbeben 2010, bei dem mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen sind hat die Diakonie Katastrophenhilfe beim Wiederaufbau darauf geachtet erdbeben- und sturmsichere Häuser zu errichten. „Diese Häuser hielten jetzt Hurrikan Matthew stand und boten vielen Familien und ihren Nachbarn Schutz“, betont Dagmar Lassmann.