Diakonie: Sensible Fragen zurück in sensible Hände.

Dienstag, 4. Dezember 2018
Zwei jugendliche Flüchtlinge, die vor einer Graffiti Wand sitzen
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge brauchen einen sicheren Ort. Und sie brauchen Zugang zu Bildung und Arbeit
Die Landeshauptfrau von NÖ muss wieder geordnete Zustände herstellen
junge Flüchtlinge mit Globus
Jugendliche, die ohne ihre Eltern geflüchtet sind, brauchen gute Betreuung und BIldung (Foto: Regina Hügli)
"Sensible Fragen gehören in sensible Hände“, sagt Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser, nachdem heute bekannt geworden ist, dass der niederösterreichische Asyllandesrat Waldhäusl „noch eine Chance“ bekommen soll. 

„Unabhängig von der Person Waldhäusl ist es an der Zeit, in Niederösterreich die Zuständigkeiten richtig zuzuordnen. Kindeswohl und Kinderrechte und die entsprechenden Standards müssen für alle Kinder und Jugendlichen gleich sein“, betont Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich.

Die Zuständigkeit für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge liegt in NÖ seit 2015 bei einer Koordinierungsstelle, die dem Landesrat für Asyl zugeordnet ist; das war den besonderen Herausforderungen 2015 geschuldet.

„Die politische Zuständigkeit muss wieder dorthin, wo sie hingehört und wo sie in anderen Bundesländern auch liegt: zur für Kinder- und Jugendhilfe zuständigen Landesrätin. Dort liegt die Kompetenz für Kinderrechte und Kindeswohl.  Hier wieder geordnete Zustände herzustellen, liegt in der Verantwortung der Landeshauptfrau, die wir auffordern zu handeln", so Moser.